Dreh dein Licht auf – und finde die Menschen, die dich sehen
21.02.2026
Ich sitze im Auto auf dem Weg zu meiner Freundin. Innen ist es warm, während draußen kalter Nieselregen auf die Scheibe fällt. Viel Verkehr, eine ausgefallene Ampel, die Polizei regelt den Fluss. „Siehst du Schutzmanns Hosennaht, hast du ständig freie Fahrt“, denke ich und muss lächeln. Als ich die Kreuzung hinter mir lasse, wende ich meine Aufmerksamkeit wieder dem Podcast zu.
Annabell Whitney ist zu Gast. Sie erzählt von einer Karriere, in der sie nie einen Tag angestellt war, von mutigen und unkonventionellen Entscheidungen, die sie getroffen hat. Sie ist Sängerin, Speakerin, eine Frau, die Räume mit Energie füllt. Ich fühle mich mitgerissen – und gleichzeitig weit weg von dieser Welt aus Bühne und Scheinwerfern. Ich stehe am Anfang einer Idee, noch ohne Form, ohne Glamour, aber mit einem inneren Ziehen, das ich nicht mehr ignoriere.
Dann bittet die Moderatorin sie, den Zuhörenden einen Satz mitzugeben. Und Annabell sagt:
„Sei nie weniger als du sein kannst und dreh dein Licht auf. Dann können dich die Menschen finden, die dich lieben, respektieren und unterstützen.“
Dieser Satz trifft mich mitten ins Herz. Ich fühle mich gesehen. Alles, was in den letzten Wochen in mir arbeitet, scheint plötzlich Worte zu haben. In den Tagen danach kehre ich immer wieder zu diesem Zitat zurück. Ich frage mich, was es für mich bedeutet – für meinen Weg, für Zeitinselkunst, für das, was ich in die Welt bringen möchte.
Und dann wird mir klar:
Es geht nicht um Scheinwerferlicht.
Es geht um inneres Leuchten.
Scheinwerfer entscheiden andere – Intendanten, Agenten, Menschen, die glauben zu wissen, was relevant ist.
Inneres Leuchten dagegen ist still, warm, echt. Es macht mich sichtbar für Menschen, die wirklich hinschauen. Für diejenigen, die nicht vom Bling-Bling geblendet werden wollen, sondern Tiefe suchen. Für Menschen, die Auszeiten brauchen, um in einem fordernden Alltag den Kopf über Wasser zu halten. Für Menschen, die Rituale schätzen, die sie näher zu ihrer eigenen Essenz bringen.
Genau dort will ich hin.
Ich möchte hier auf Zeitinselkunst mein Potenzial zeigen. Meine Ideen nach vorne bringen. Den Raum einnehmen, den ich brauche – ohne mich klein zu machen. Ich nehme mich selbst ernst, gehe meinen Weg und löse mich Schritt für Schritt von alten Glaubenssätzen und Verhaltensmustern. Ich übernehme Verantwortung für mich, mein Leben und meine Zufriedenheit.
Und ich nehme dich mit auf diesen Weg.
Einen Weg, der nicht immer leicht ist.
Einen Weg, auf dem es Rückfälle, Stillstand und Zweifel gibt – aber auch Licht, Klarheit und Mut.
Einen Weg, der sich immer lohnt.
Um mich im Alltag an Annabells Worte zu erinnern, habe ich eine Seite in meinem Journal gestaltet – ein stilles, warmes Leuchten, das mich daran erinnert, meinen eigenen Weg zu gehen.